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Archiv für die Kategorie „Sattelanpassung“

Sättel von Schulpferden

Würde der Marathonläufer mit zwei Nummern zu kleinen, ausgelatschen Flip-Flops seine Laufstrecken bewältigen können? Reitvereine und Reitschulen verdienen Ihr Geld durch die Bereitstellung von Schulpferden. Die Reitschüler können nicht beurteilen, ob die Sättel für die Pferde in Ordnung sind. Welcher Fahrschüler begutachtet beim Fahrschulauto als erstes die Profiltiefe der Reifen?

Es sollte meiner Meinung nach zur Pflicht gemacht werden, dass Schulpferde-Sättel regelmäßig auf ihre Passform überprüft werden müssen.

Es ist nicht nur das Pferde-"Material", welches bereits nach wenigen Jahren durch unpassende Sättel "platt" ist. Warum zum Beispiel sind manche Schulpferde mit
Untugenden belastet? Oft drückt der Sattel so fies, dass Schulpferde das Beißen
beim Satteln anfangen, nicht am Zügel gehen wollen oder ähnliche Schwierigkeiten haben. Solche Untugenden führen nicht selten zu Unfällen.

Ein weiterer Punkt, der meiner Meinung nach überwacht werden sollte ist, dass manche Reiterhöfe um die 100 Pferde aber nur 10 Sättel haben. Reiten ohne Sattel ist selbstverständlich förderlich für die Reitschüler. Ich selbst bin früher fast mehr ohne, als mit Sattel geritten.
Aber was passiert, wenn diese 100 Pferde im Gelände durchgehen und dadurch verletzte Kinder zustande kommen. Es ist doch nicht abzustreiten, dass man ohne Sattel schneller von einem steigenden oder straucheldem Pferd rutscht, als mit.
Es ist durchaus klar, dass ein Sattel seinen Preis hat, aber geht nicht die Sicherheit überall vor? Es werden dem Kind teure Kindersitze für das Auto gekauft, Fahrrad wird nur mit Helm gefahren und zum Inliner fahren gehören die Knie- und Ellbogenschoner.
Warum lassen Eltern dann zu, ohne Sattel ins Gelände zu reiten?

Ich persönlich wäre für einen Sattel-Reitschul-TÜV. Jedes Pferd sollte seinen TÜV zertifizierten Sattel haben. Vielleicht wird es so etwas schon bald geben. Wir arbeiten daran!
 

Winterfell ade!

In diesem Jahr hat es bestimmt jeder gedacht: Wann ist der Winter endlich vorbei. Auch ich habe mir noch nie so den Frühling herbei gewünscht, wie 2010.

In diesem Jahr bin ich sehr vielen Pferden begegnet, deren Fell extrem weggescheuert war. Oft sind Scheuerstellen im Fell auf einen nicht passenden Sattel zurück zu führen. Der Sattel hat zuviel Bewegung und rutscht entweder seitlich hin und her oder ist in der Längsbiegung nicht passend und schaukelt so regelrecht auf dem Pferd herum.
Des öfteren hat sich bei Sattelkontrollen jedoch auch ergeben, dass nicht der Sattel für das Scheuern verantwortlich ist, sondern die Schabracke. Vergleichen Sie das mal mit einer Winterjacke. Es ist kalt, Sie haben von der Kälte trockene Haut, Sie ziehen den Reißverschluß bis ganz oben unter das Kinn zu. Wenn Ihre Jacke jetzt nicht so mitdenkend konstruiert wurde, kratzen Sie sich das Kinn wund. Sicher hat das so mancher schonmal erlebt.

Die Schabracken müssen auch gar keine harten Kanten haben, es passiert sehr schnell, dass das beanspruchte Winterfell bricht und sich wegscheuert.

Abhilfe schaffen würden meist kurze Satteldecken (nicht Schabracken) oder Lammfelle (direkt auf das Fell gelegt!).
Oft sind aber auch die Schabracken nur ungünstig geschnitten. Achten Sie auf einen durchgehenden anatomischen Schnitt der Schabracke!

Übrigens sind Füchse und Schimmel am anfälligsten.

Schauen Sie selbst einmal nach, wie das Fell Ihres Pferdes in Rückenbereich und Gurtlage aussieht.
Sind die Scheuerstellen wirklich im Bereich, wo der Sattel liegt? Ein unruhiger Sattel ergibt eine großflächigere Scheuerstelle. Oft sieht man einen schmalen Rand, der bei genauem Hinsehen von der Schabracke kommt.

Im Zweifelsfall lassen Sie einfach mal den Sattel kontrollieren! Das schadet selten, vor allem wenn er lange nicht nachgesehen wurde. Jetzt geht die Saison langsam los. Da sollte der Sattel gut passen...und vielleicht kommen die Scheuerstellen bei Ihrem Pferd ja doch vom Sattel. Übrigens kann ein Sattler auch oft bei Scheuerstellen helfen, die vom Sattelgurt kommen.


 

Der Wunder – Sattel

Sicher hat es jeder schon einmal gehört: Der Sattel Modell Samson von der Firma Sesamstraße paßt auf jedes Pferd. Es gibt durchaus Sättel, welche aufgrund ihrer Bauart sehr flexibel sind und auf vielen Pferden passen. Aber kein Sattel paßt (so wie er ist) sowohl auf einen kugelrunden Haflinger, als auch auf einen superschmalen Vollblüter. Dies ist ein sehr krasses Beispiel. Manch einer sagt sich jetzt, ich würde einen Elefanten mit einer Ameise vergleichen. Das ist richtig, aber es ist nicht so abwegig, dass jemand einen Sattel auf sehr unterschiedliche Pferde legt und die "kleinen Unterschiede" mit fünf Unterlagen ausgleicht. Die Pferderücken sind so individuell wie die Character der Pferde. Es scheint oft, dass Pferde "gleich gebaut" sind. Nur wenn man genauer hinschaut, erkennt man die feinsten Unterschiede. Das bedeutet, dass ein Sattel nie 100% ig auf zwei oder mehr verschiedene Pferde passen kann. Es wird immer irgendwo ein Kompromiss eingegangen. Ein Sattel formt sich dem Pferderücken kann, die Polsterung gleicht sich der Rücken- und Muskulaturform an. Das bedeutet, dass ein Sattel, der ständig auf einem anderen Pferd liegt, sich erstens immer wieder umformen muss und zweitens nie richtig ans Pferd anpassen kann. Ein absolutes Unding ist meiner Meinung nach, dass der Reiter "seinen" Sattel hat. Das Pferd muss "seinen" Sattel haben. Wenn der Reiter auf diesem nicht sitzen kann, sollte man über die "Reitkünste" nachdenken. Ich gehe davon aus, wenn ein Pferd öfter geritten wird, kann dem Pferd ein Sattel ermöglicht werden, der beiden paßt. Wenn bei einer großen sportlichen Entscheidung die Pferde getauscht werden, werden plötzlich die Sättel getauscht. Man hört dann den Komentator sagen: "Das Pferd Rosinante kommt mit fremden Reitern nicht zurecht und ist daher sehr unkooperativ..." hat sich eigentlich noch nie jemand Gedanken gemacht, dass der Sattel so schlecht leigt, dass das Pferd den fremden Reiter nicht aufsteigen lassen möchte? Bitte laßt den Pferden ihre Sättel. Wenn der Reiter im fremden Sattel nicht über die Sprünge kommt sieht man, wo die waren Künste liegen. Also jedem Pferd seinen eigenen angepaßten Sattel. Dann klappt es auch! Deshalb werden bei uns gebrauchte Sättel grundsätzlich dem Pferd angepaßt. Fast immer werden die Sättel neu gepolstert, damit sich der Sattel dem Pferd neu anpassen kann. Dann kappt es auch mit dem Gebrauchten!

Von selbsternannten Sattlern und Märchenerzählern

Als Sattler hat man es nicht leicht. Man ist verantwortlich dafür, dass der Sattel optimal auf dem Pferd passt. Soviel ist einleuchtend.  Manchmal ist man aber dafür verantwortlich, dass das Pferd durch Rückenprobleme, Rittigkeitsprobleme oder Reiterprobleme nicht läuft.  Das bedeutet: oft wird es auf den Sattel geschoben, obwohl vielleicht das Pferd Rückenprobleme hat. Nicht selten erhalte ich auf die Anfrage, ob das Pferd mit dem meines Erachtens krankem Rücken in Behandlung eines Tierarztes, Pferde-Physiotherapeuten oder Pferde-Osteopathen ist, eine Verneinung. Wir Sattler sollen also den Sattel richten, der möglicherweise die Ursache der Rückenschmerzen ist. Fraglich ist, warum niemand geholt wird, der dem Rücken die entsprechenden Therapien zur Rehabilitation ermöglicht.
Wenn das Pferd mit dem korrigiertem Sattel noch nicht so läuft, wie gewünscht, ist dann ganz schnell die Arbeit des Sattlers mies.  Zum Vergleich: Ein Loch im Fahrradreifen muss man flicken und reparieren. Wenn ich den platten Reifen einfach nur neu aufpumpe, ist die Ursache - also das Loch im Reifen - noch nicht behoben. Der Reifen ist schnell wieder platt.

Mehr und mehr verschwindet jedoch dieses Problem. Die Reiter sind bewusster geworden und lassen meist ergänzend sowohl Sattler, als auch Tierarzt checken, warum das Pferd z.B. beim Putzen den Rücken wegdrückt.

Ein viel größeres Problem sind eigentlich die selbsternannten Sattler, also die, die den Beruf in keinster Weise erlernt haben. Klar gibt es Ausnahmen, es gibt sowohl schlechte gelernte Sattler, als auch gute ungelernte Sattler. Letzteres ist jedoch Mangelware.

Immer wieder stößt man auf völlig falsch gepolsterte Sättel. Riesige Hügel, gerade in Bereichen in denen so wenig Druck wie möglich entstehen soll, nämlich an den Enden des Trapezmuskels. Oder aber auch große „Kartoffelacker“, so nennen wir Sattler eine harte, knubbelige Polsterung. Oder aber das krasse Gegenteil: kaum Polsterwolle, so dass der Sattel bis auf die Wirbelsäule durchrutscht. Als Sattler lernt man, wie man anatomisch korrekt polstert. Ein unbedachtes „Wolle hineinstopfen“ macht den Sattel meist schlechter als vorher. Aber: ein ungelernter Sattler hat es ja auch nicht gelernt, sondern sich nur angeeignet, wie soll er also die Kriterien der Sattelanpassung vereinen?

Viel schlimmer ist meines Erachtens jedoch, dass den Reitern Märchen erzählt werden. Oft genug habe ich Sättel vorliegen, die schon einmal vor Kurzem neu gepolstert wurden. Mit einer „Spezialpolsterung“. Wow, solch eine „irische Spezialwolle“ ist anscheinend sehr umweltfreundlich. Handelt es sich dabei um Recycling? Interessant, wenn man solche Sättel mit Spezialpolsterung neu polstert und die alte Füllung entfernt, da die Polsterung so wie sie ist, gar nicht funktioniert hat. Da kommen drei bis vier verschiedene Polsterwollen zum Vorschein. Naturwolle, graue Wolle (die von Anfang an im Sattel war), synthetische Wolle und faserige Bastelwolle. Alles verträgt sich miteinander so gut, dass sich ein großer knubbeliger Wust daraus bildet. Fraglich ist, ob diese Polsterung den Sattel verlassen hat, etwas frisch aufgebauscht und wieder eingefüllt wurde, oder nie den Sattel verlassen hat, aber mit 120,- EUR als Neupolsterung dem Kunden in Rechnung gestellt wird. Das Ganze wird dann umschmückt: da wird das Pferd „vermessen“, die Reiterin ausgiebig beim Reiten beobachtet, usw. Auch so lässt sich Kompetenz vorgaukeln.

Wenn das noch nicht genug ist, wird dem Reiter noch gesagt, man habe den Sattelbaum „ausgetauscht“, da er nicht optimal zum Pferd passen würde.
Wenn, dann wird ein Kopfeisen ausgetauscht, nicht der Sattelbaum. Der Austausch eines Sattelbaumes ist sehr aufwendig, wird nur bei defektem Sattelbaum sinnvoll und kostet dann zwischen 200,- und 400,- EUR. Interessant ist übrigens auch, wie man es schafft, einen solchen Sattelbaum auszutauschen, ohne dass selbst der Sattler Spuren eines Austauschens sieht.

Meist ist darauf zu schließen: Entweder wurde der Sattelbaum einfach auseinandergedrückt, ohne den Sattel zu öffnen, oder nicht mal dies ist passiert.

Deshalb: Wenden Sie sich immer an den gelernten Sattler!

Computerdruckmessung von Sätteln

Satteldruckmessung, Satteldruckanalyse

In den letzten Jahren wurden immer mehr Systeme entwickelt, um mittels Computer des Druck messen zu können, der vom Sattel ausgeht.

Mittels Matten, in denen sich Sensoren befinden, werden Druckspitzen farblich auf dem Monitor dargestellt. Nachdem es diese Systeme in der ersten Zeit nur gab, um den Druck, den der Sattel verursacht, im Stand zu messen, wurden Systeme entwickelt, bei denen Pferd und Reiter in Bewegung sind.

Uns Sattlern ist bewußt, dass es viele Sättel gibt, die nicht auf dem Pferd passen. Diese gibt es nicht nur, weil der Kunde seinen Sattel z.B. nicht regelmäßig nachsehen läßt oder sich ein Pferd gravierend verändert hat, diese gibt es auch, weil sie am Pferd falsch angepaßt wurden.
Das vom “Fachmann” angepaßte Sättel nicht zwingend passen müssen, ist allen klar. Ebenso ist klar, dass Sattler auch nur Menschen sind, denen handwerklichen Fähigkeiten Grenzen gesetzt sind. Man kann manchmal nicht aus einem Traktor einen Formel 1-Wagen machen. Technische Grenzen gibt es immer wieder. Man mag den Sattel in der Schulter optimal angepaßt bekommen, stellt dann aber fest, dass der Sattel im Trab “klappert” und sich hinten anhebt. Hin und wieder hört der Sattler dann vom Physiotherapeuten: “der muss doch hinten mehr gepolstert werden” Würde man dies tun, kommen zig andere Probleme zu Tage. Tendenziell besteht leider das Problem, dass technisch nicht alles umsetzbar ist, so müssen zwingend immer Kompromisse eingegangen werden. Ich bin so frech und behaupte, von 1000 angepaßten Sätteln paßt nur einer hundertprozentig, alle anderen haben, sei es noch so geringfügig, einen Kompromiss in der Passform.

Wird jetzt ein Computermess-System eingesetzt, kommen diese Kompromisse entweder zu Tage, oder man Sieht, dass sich das Problem, dass vielleicht erst vorne am Widerrist entstand, plötzlich nach hinten verlagert hat. Bei der Computermessung kann man dann aber dieses Problem durch Einstellungen in der Software rasch wegzaubern. Diesen Trick hat jemand verraten, der selbst mit der Computerdruckmessung arbeitet. Ich will damit sagen, dass die Messungen von Sätteln mittels PC Lug und Trug sind? Nicht unbedingt. Wenn man damit umgehen kann, kann auf jeden Fall dadurch Klarheit geschaffen werden.

Meiner Meinung nach wird bei den Messungen jedoch nicht nur der Druck gemessen, den der Sattel verursacht. Auch der Druck, den der Reiter verursacht, wird zwingend auf die Messmatten übertragen. Sitzt der Reiter schief, falsch im Schwerpunkt oder unelastisch im Sattel, kann das bei der Messung nicht einfach so unbeachtet bleiben. Der Sattel kann also noch so perfekt angepaßt sein, hat der Reiter z.B. eine schiefe Wirbelsäule, überträgt sich dass auf den Sattel und somit weiter auf das Pferd. Das fällt natürlich besonders bei baumlosen Sätteln auf, da sättel mit Baum die Schiefe noch relativ gut kompensieren.

Jetzt könnte man meinen: Warum polstert man dann nicht den Sattel schief?
Genauso, wie auch meiner Meinung nach der Sattel bei assymmetrisch bemuskelten Pferden nicht assymmetrisch gepolstert werden darf, sollte auch wegen des schiefen Reiters der sattel nicht schief gepolstert werden. Kein Sattler kann den Sattel so perfekt schief polstern, wie es der Schiefe des Pferdes oder Reiters entspricht.Die Probleme würden an anderen Stellen auftauchen. Der sinnvolle Weg, an eine Schiefe heran zu gehen, ist immer noch eine Korrektur über Training, Therapie und Schulung!

Ich werde oft gefragt, wie ich es mir mit dem bloßen Auge merken kann, wie der Sattel zu ändern ist. Dazu kann ich nur sagen: entweder man hat das Gespür und sieht und fühlt, wie ein Sattel zu ändern ist, oder man hat den Beruf verfehlt. Klar geht es nicht immer gleich glatt, es kann immer mal sein, dass eine Nachkorrektur eines frisch passend gepolsterten Sattels notwendig ist. Dazu fahren wir ja auch zu unseren Kunden immer wieder hin, wenn sie es wünschen oder wenn sie unsicher sind, ob der Sattel vielleicht doch noch nicht richtig liegt.

Dazu fahren wir mitunter 5-6 mal zum Kunden, bis der Sattel perfekt paßt. Das ist jedoch ein seltener Fall und noch seltener passiert es, dass der Sattel nach unserer Anpassung doch nicht richtig paßt. In diesem Fall helfen wir, einen anderen, besser passenden Sattel zu finden. Der Fall, dass von uns angepaßte Sättel absolut nicht anpassbar sind, läßt sich an einer Hand abzählen.

Wir sind natürlich immer darauf angewiesen, dass sich der Kunde bei uns meldet, wenn es Probleme mit dem von uns geänderten Sattel gibt. Sich ärgern und sagen “Schon wieder ein Sattler, der den sattel nicht hinbekommen hat”, frustriert zu schimpfen, aber sich nicht noch mal bei uns zu melden… Da kann ich nur sagen, selbst Schuld. Bei uns muß keiner frustriert aufgeben.

Wir hören übrigens sehr oft: “Da waren schon 3 andere Sattler dran.” Später stellt sich dann heraus, dass es sich gar nicht um gelernte Sattler handelt. Schade, dass jeder, der an einem Sattel herumfingert oder einen sattel verkauft von den Reitern “Sattler” genannt wird.
Jede Krankenschwester im Krankenhaus ist doch auch nicht gleich eine Ärztin, oder? Was nicht heißen soll, dass es keine “Nicht-Sattler” gibt, welche Sättel anpassen können. wiederum gibt es ja leider auch sattler, die gravierende Fehler bei Anpassungen von Sätteln machen. Wobei man nicht alles als Fehler werten kann. Jeder Sattler arbeitet anders, jeder hat eine andere Technik und viele Wege führen nach Rom.

Wir in jedem Fall arbeiten ohne Seil und doppeltem Boden. Wenn ein Sattler Messgitter oder gar die Computermessung verwendet, heißt dass nich, dass er schlecht arbeitet. Ich möchte hier nur sagen, dass es durchaus üblich ist, einen Sattel mit Auge und Gefühl passend machen zu können. Wir können nicht während des Reitens unter den Sattel gucken. Manchmal sieht ein Sattel perfekt passend aus, aber das Pferd läuft nicht drunter. Fakt ist in jedem Fall, dass sie sich die 100,- bis 200,- EUR bei uns sparen, die Sie für eine Computerdruckmessung ausgeben.

Leider fällt uns sehr oft auf, dass das Problem nicht der Sattel ist. Durch andere Ursachen haben die Pferde Rückenschmerzen. Oft ist dann nur der Sattel “schuld”. Wir möchten Ihnen als Reiter nahe legen, den Rücken des Pferdes ebenso, wie den Sattel regelmäßig überprüfen zu lassen.